The Spurious Heritage

Endlich mal wieder was mit Bildern. Und endlich mal wieder etwas geschafft, das man vorzeigen kann. Die letzten drei Tage habe ich mich um die Broschüre für Typographic Design 1 gekümmert.
Dabei war erstmal das größte Problem, überhaupt ein Thema für das Jahrzehnt 1930—39 zu finden. Die Times wurde zwar in dieser Zeit entwickelt und auch die Gill könnte man noch hier einordnen. Aber irgendwie hatten wir vorher von beiden zu viele Beispiele vergangener Kurse gesehen.
Ich glaube es war purer Zufall, dass ich dann über die Fraktur und ihre Entwicklung zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland gestolpert bin. Interessant daran vor allem, dass die Frakturschriften, die heute beinahe stellvertretend für diese Zeit stehen (wenn man mal von Schildern vor gemütlichen Gasthöfen absieht), im Jahr 1941 abgeschafft und durch modernere Schriften ersetzt wurden. Hitler selbst mochte diese Schriften überhaupt nicht und bevorzugte die schlichtere und neuere Futura.
So kommt es also, dass die Frakturschriften heute einen ziemlich schlechten Ruf haben, ohne das wirklich verdient zu haben. Dazu noch ein weniger über die Anfäng der Schriften im 15. Jahrhundert und die Vorteile gegenüber bis dahin genutzten Schriften und schon war genug Material für die Broschüre zusammen.



Nachtrag
Für die, die das Original oder die ganze Geschichte interessiert, gibt es hier die PDF-Datei
Am 12 September 2007 in Projekte und Arbeiten veröffentlicht.
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Kommentare
na das is doch mal ne schöne idee informationen über eine schrift zusammen zutragen. wenn ich da an die postkartengestaltungen von herrn weiß denke…
denken die leute eigentlich das ich nichts zu tun habe, wenn ich so ziemlich die erste (und manchmal einzige) bin die aber auch immer ihren senf dazu abgibt?
Ich finde für die tollen Berichte hier kann man ruhig mal die ein oder andere Minute investieren.. und ich freu mich doch immer über deine Kommentare! Mach nur so weiter..
Hey Jörg, auch das sieht wieder sehr gut aus – scheint ja sehr interessant bei euch zu sein :)
Ich hoffe mal, dass mein Auslandssemester auch spannend wird, in zwei Wochen weiss ich es dann ;)
Schönen Gruß aus Bremen,
Dennis
Hey Jörg,
Gut anzusehende Arbeit und interessant noch dazu.
lg Arne